Tempo 30-Zone Sennweid-/Höslistrasse wird optimiert

Die vor rund 12 Jahren umgesetzte Tempo 30-Zone im Gebiet Sennweid-/Höslistrasse muss optimiert werden. Die gefahrenen Geschwindigkeiten sind mehrheitlich zu hoch und die Anwohner bemängeln den Lärm sowie die Abgase durch wartende Fahrzeuge bei den baulichen Elementen. Die Optimierung soll vor allem durch den Ersatz der Trapeze als seitliche Einengungen mit sogenannten Berlinerkissen erfolgen.

Im Jahr 2003 wurde von der Gemeindeversammlung die flächendeckende Einführung von Tempo 30 in den Wohnquartieren in Bubikon und Wolfhausen beschlossen. Die anschliessende Umsetzung erfolgte zeitnah. Heute wird die Situation an der Sennweid- und Höslistrasse als ungenügend erachtet. Die auf der Sennweidstrasse gefahrenen Geschwindigkeiten sind mehrheitlich zu hoch. Zudem bemängeln die Anwohner den Lärm und die Abgase sowie das Versperren der Ein- und Ausfahrten durch wartende Fahrzeuge hinter den baulichen Elementen und beim Kreisel. Aufgrund der Nutzung der Strasse u. a. zur Erschliessung von Industrie- und Gewerbezonen und der Park + Ride-Anlage ist das Wohngebiet überdurchschnittlich belastet.

Mit der Überprüfung der Situation und der Ausarbeitung von Verbesserungsvorschlägen wurde das Planungsbüro Suter, von Känel, Wild AG beauftragt. Dieses empfiehlt, die Tempo 30-Zone beizubehalten und die Höslistrasse wie geplant mit einem Kreisel an die Dürntnerstrasse anzuschliessen. Damit kann ein Grossteil des Schwerverkehrs aus dem Industriegebiet Höslistrasse direkt auf das übergeordnete Strassennetz geleitet werden, ohne das Wohngebiet zu belasten. Zur Reduktion des Geschwindigkeitsniveaus und zur Verflüssigung des Verkehrs sollen die Betonelemente mit einer Ausnahme entfernt und durch Berlinerkissen ersetzt werden. Diese erlauben das Kreuzen von Fahrzeugen, wodurch es weniger zu Rückstaus sowie Abbrems- und Anfahrmanövern kommt. Die Kissen wirken zudem stärker temporeduzierend und Radfahrer können ohne Behinderung seitlich an ihnen vorbeifahren. In Anbetracht des hohen Schwerver­kehrsanteils bilden die Kissen klar die beste Lösungsmöglichkeit und sollen deshalb trotz gewissen Nachteilen beim Strassenunterhalt im Sinne einer Ausnahme zur Anwendung gelangen.

Die anlässlich einer Anwohnerinformation über das Kreiselprojekt und die Tempo 30-Zone eingegangenen Anregungen wurden überprüft und sind soweit möglich in das nun vorliegende Projekt eingeflossen. Die Gesamtkosten der Optimierung belaufen sich auf voraussichtlich Fr. 36‘000. Der Gemeinderat hat das Projekt verabschiedet und zur Ausführung an das Ressort Tiefbau und Werke überwiesen.

In einem separaten Projekt, welches ebenfalls zur Verbesserung der Verkehrssicherheit im Gebiet Sennweid führen soll, wird zudem eine Anpassung der Verzweigung Sennweid-/Rosswies-/Bubiko­nerstrasse vorgesehen. Der bereits erwähnte Bau eines Kreisels im Bereich Hösli-/Dürntner-/Wändhüslenstrasse wird der Gemeindeversammlung vom 7. Juni 2017 zur Genehmigung unterbreitet.

Der Gemeinderat ist überzeugt, dass mit all diesen Massnahmen eine nachhaltige Verbesserung der Verkehrssituation im Wohn- und Industriegebiet nordöstlich des Bahnhofs erreicht werden kann.