Geschichte

Im obersten Teil des Glatttals liegen am Fuss des Bachtels in einer einst von einem Seitenarm des Linth/Rheingletschers ausgehobelten weiten Mulde die beiden Dörfer Bubikon und Wolfhausen. Zusammen bilden sie die politische Gemeinde Bubikon. Beim Rückzug des Gletschers verbliebene Feuchtgebiete mit seltenen Pflanzen sowie die zwei Kleinseen Egelsee und Kämmoosweiher prägen noch heute die Landschaft der Gemeinde.

Verschiedene Ortsnamen deuten auf Siedlungen der Römer (Tafleten/tabulatum, Zell/cella) und ab 600 n. Chr. der Alemannen (Bubikon/Höfe der Buobinge, Wolfhausen/Husa des Wolfgrim etc.). Erste urkundliche Erwähnungen im Jahr 744: Schenkung des Hofs Perolvinchova (Berlikon) und 811 Puapinchova (Bubikon) an das Kloster St. Gallen. 1192 vermacht Diethelm von Toggenburg seine Güter zu Bubikon dem Johanniterorden. In der Folge entsteht das Ritterhaus Bubikon, heute noch die besterhaltene Johanniterkommende Europas, die ein modern gestaltetes Ordensmuseum beherbergt.

1819 entstanden nach der Heimindustrie die ersten Textilfabriken. Mit dem Bau der Glatttalbahn 1858 und der Uerikon-Bauma-Bahn 1901 setzte sich der Aufschwung fort, der sich auch in einem Anstieg der Einwohnerzahl (1940 rund 2'000 Personen) bemerkbar machte. Heute zählt die Gemeinde rund 7'000 Einwohner. In den letzten 25 Jahren fand in der Bubiker Industrie eine markante Umwälzung statt. Alteingesessene Fabriken stellten den Betrieb ein. Dafür entstanden in ihren Gebäuden, aber auch in modernen Fabrikanlagen und Gewerbehäusern eine Vielzahl von neuen Firmen der verschiedensten Branchen. Heute verfügt die Gemeinde über mehr als 2'500 Arbeitsplätze.